Von 12-13.12.2015 fand unser gemeinsames Winterlager der Mädchen der Gruppe 6&7 in Groß Stelzendorf statt.

Um 9:10 fanden wir uns bei der S-Bahn Station Rennweg zusammen. Die Aufregung und Vorfreude auf das, für viele Kinder erste, Lager war bereits zu spüren. Noch schnell eine Verabschiedung bei den Eltern und dann konnte es losgehen.
Die knappe Stunde im Zug wurde von vielen Wichteln eifrig genutzt um einige Punkte auf ihrer Versprechenskarte abzulegen um der Aufnahme ins Waldenland und dem Gruppenhalstuch einen Schritt näher zu kommen.
Am Bahnhof Göllerdorf angekommen, stand uns noch ein halbstündiger Fußmarsch bevor bis zu unserer Unterkunft.
In der sehr geräumigen Unterkunft wurden die Kinder den Zimmern zugeteilt. Nun galt es selbstständig das Bett mit dem Leintuch zu überziehen und den Schlafsack bereits für den Abend herzurichten.

Nach einem stärkenden Mittagessen, das von unseren fleißigen Lagerküchenhelferinnen bereits vorbereitet wurde und einer kurzen Freizeitpause, ging es für die Wichtel ab nach draußen wo sie spannende Aufgaben rund um Weihnachten erwarteten. Es wurden sich gegenseitig die schönsten und aufregendsten Weihnachtsgeschichten erzählt, versucht einen Christbaum per Huckepack über den Hügel zu transportieren, Weihnachtsgeschenke punktgenau unter den Christbaum zu werfen, eine kurze Weihnachtsgeschichte über das Christkind gemeinsam zu erfinden, mit Naturmaterialien einen Kometen zu legen und Lichter für die Weihnachtszeit zu entzünden
Nach diesem Nachmittag ging es mit viel Hunger zum Abendessen wo uns Spaghetti erwarteten. Ein Wichtel ca. 1,1 Meter hoch, es wird nicht sagt wer, aß einen „Werb“-Teller (Anm. gegupfter Teller) und einen „normalen“ Teller. Ich glaube damit ist bereits gesagt, wie gut die Spaghetti waren.
Mit einer gemeinsamen Fackelwanderung und einem besinnlichen Weihnachtsfest mit Mandarinenpunsch und den selbstgemachten Keksen beendeten wir den Abend. Nach dem Zähne putzen, Pyjama anziehen und in den Schlafsack kriechen schliefen die Wichtel mit einer Gutenachtgeschichte ein.
Morgens um 6h herrschte bereits helle Aufregung. Es wurden seltsame Zeichen in den Gesichtern aller Kinder entdeckt. Wer war das? Wer hat das gemacht? Die Leiter? Nein, die wären niemals durch die knarrende Tür gekommen, ohne dass einer von uns aufgewacht wäre.

Nach dem Frühstück, bei dem heftig über die Zeichen diskutiert wurde versammelten wir uns zum Morgengruß bei dem die Gruppenflagge hoch gezogen wurde und die Pfadfinder auf der ganzen Welt gegrüßt wurden.
Plötzlich liefen (oder flogen?) wie wild Hexen zwischen uns herum. Nach dem ersten Schreck, stellte sich jedoch heraus, dass diese Hexen nur auf der Suche nach Hexennachwuchs waren. Die Zeichen in den Gesichtern der Kinder sagten ihnen, dass sie hier fündigen werden würden. Jedoch nur durch einen Hexentrank können Menschenkinder zu echten Hexen werden. Um die Essenzen für den Hexentrank zu sammeln standen einige Herausforderungen bevor.
Zu allererst durfte ein selbst zugeschnittenes Hexentuch nicht fehlen.
Das fliegen auf dem Besen muss natürlich auch gelernt sein. Und damit es nicht ganz so leicht ist, muss das Fliegen über Stock und Stein geübt werden.
Das geschmackliche Erkennen von Eidechseneiter, dass für Menschen wir Schokolade schmeckt, und anderen Graußlichkeiten ist für eine Hexe eine wichtige Erkenntnis.
Lebkuchen verzieren damit man ein Hexenhaus bauen kann muss sorgfältig geübt werden.
Auch zu welchem Hexenstamm man tendiert muss studiert werden im Kaffeesudlesen. Ist man eher eine Moorhexe oder doch eine Waldhexe? Eine wichtige Entscheidung.
Hexenbotschaften müssen gesucht und enträtselt werden.
Und zu guter Letzt ein Hexenspruch rein durch Eingebung erfunden und bei dem Hexenzirkel aufgesagt werden.

Danach konnte die Verwandlung beginnen. Ein jeder durfte aus dem Hexenkessel einen Schluck vom Zaubertrank nehmen. Leider nahmen manche ein wenig zu viel und fielen tot um, wie Fotos beweisen.

Nach leider nur 1 ½ Tagen Spaß musste auch schon wieder die Rückreise angetreten werden. Selbständiges zusammenkehren der Zimmer, Zusammenpacken des Rucksacks und des Schlafsacks war nun dran. Nach dem Spielen auf der Wiese während ein paar Leiter die Unterkunft reinigten ging es mit dem Zug wieder nach Hause.